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So gehen Sie wirksam gegen Kalibrierdrift in Gassensoren vor

Kalibrierdrift ist die allmähliche Veränderung eines Detektors hinsichtlich der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Messung von Gaskonzentrationen im Laufe der Zeit. Ortsfeste Gasdetektoren spielen eine zentrale Rolle für die Sicherheit, da sie das Vorhandensein von gefährlichen Gasen in verschiedenen Umgebungen wie Industrieanlagen, Labors und beengten Räumen überwachen. Die Kalibrierung ist ein wichtiges Verfahren, um sicherzustellen, dass ein Gasdetektor korrekt funktioniert und genaue Messwerte liefert.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die für Gasdetektoren spezifisch sind und die Kalibrierdrift beschleunigen können:

1. Nachlassende Sensorik: Gasdetektoren sind in der Regel mit Sensoren ausgestattet, die auf bestimmte Gase reagieren. Mit der Zeit lässt diese Eigenschaft nach oder die Sensoren werden weniger empfindlich, sodass die Gaskonzentration nicht mehr präzise gemessen werden kann.

2. Schadstoffe: Der Kontakt mit bestimmten Gasen oder Schadstoffen in der Umgebung kann die Leistungsfähigkeit der Sensoren beeinträchtigen. Dies wiederum kann zu einer Drift führen, da die Sensoren anders auf die Zielgase reagieren.

3. Umgebungsbedingungen: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -druck haben Einfluss auf die Genauigkeit von Gasdetektoren. Schwankungen in diesen Umgebungsbedingungen können zu Verschiebungen in der Kalibrierung führen.

4. Gaseinwirkung: Ist ein Detektor hohen Konzentrationen des Zielgases oder anderer störender Gase ausgesetzt, kann sich das auf seine Kalibrierung auswirken. Bei längerer Einwirkung von hohen Gaskonzentrationen können Sensoren beschädigt werden oder es kommt zu einer Drift.

5. Abnutzung und Verschleiß: Die physischen Komponenten eines Gasdetektors, wie das Gehäuse, die Filter und die Anschlüsse, können sich mit der Zeit abnutzen. Dieser Verschleiß kann sich negativ auf die Gesamtleistung und die Kalibrierung des Geräts auswirken.

 

Um der Kalibrierdrift entgegenzuwirken, ist eine routinemäßige Kalibrierung und Wartung für Gasdetektoren unerlässlich. Diese umfasst:

1. Regelmäßige Überprüfung der Kalibrierung: Gasdetektoren sollten in bestimmten Intervallen kalibriert werden, in der Regel entsprechend den Herstellerempfehlungen und den Industrienormen. Bei der Kalibrierung wird der Detektor bekannten Gaskonzentrationen ausgesetzt, um sicherzustellen, dass seine Messungen noch genau genug sind.

2. Austausch der Sensoren: Wenn Sensoren erheblich nachlassen oder keine zuverlässigen Messwerte mehr liefern, müssen sie möglicherweise ersetzt werden. Der Tausch von Sensoren ist eine gängige Wartungsmaßnahme, um der Kalibrierdrift entgegenzuwirken.

3. Überwachung der Umwelt: Überwachung und Kontrolle der Umgebungsbedingungen, unter denen der Gasdetektor eingesetzt wird, kann dazu beitragen, die Drift zu minimieren. Dazu gehört es zum Beispiel, den Detektor in einer kontrollierten Umgebung aufzustellen oder Kompensationsalgorithmen zu implementieren, die die Umwelteinflüsse berücksichtigen.

4. Korrekte Handhabung: Die korrekte Verwendung des Gasdetektors und die Vermeidung übermäßiger Gaskonzentrationen können dazu beitragen, dass die Messgenauigkeit länger erhalten bleibt.

5. Aufzeichnungen: Detaillierte Aufzeichnungen über die Kalibrierungsdaten und -ergebnisse sind von entscheidender Bedeutung, um die Leistung des Geräts über die Zeit nachzuverfolgen und Trends bei der Kalibrierdrift zu erkennen.

Die TruCal®-Sensoren von MSA stellen einen großen Fortschritt bei der Vermeidung von Kalibrierdrift bei den Gasen Schwefelwasserstoff (H2S) und Kohlenmonoxid (CO) dar. Diese Sensoren, die auf fortschrittlichen Materialien und Technologien basieren, verbessern die Stabilität und Zuverlässigkeit, indem sie die Auswirkungen von Umweltfaktoren und Gaseinwirkung minimieren. Dank des Einsatzes der Adaptive Environmental Compensation (AEC) gehören regelmäßige Kalibrierungen bei TruCal der Vergangenheit an.

Die AEC prüft den Sensor alle sechs Stunden und passt das Sensoransprechverhalten entsprechend an, um durch Umweltbedingungen und Sensorverschleiß bedingte Veränderungen des Ansprechverhaltens zu berücksichtigen. Die Sensoren funktionieren innerhalb der angegebenen Leistungsvorgaben bis zu zwei Jahre lang ohne manuelle Kalibrierung. Damit können die Sensoren länger genutzt und müssen seltener kalibriert werden, was Anwender*innen wertvolle Zeit und Ressourcen spart.

Das unermüdliche Engagement von MSA für die Weiterentwicklung der Sensortechnologie unterstreicht unser Bestreben, präzise und sichere Lösungen für die Gasdetektion bereitzustellen, selbst bei Problemen mit der Kalibrierdrift. Laden Sie sich unseren Fachbeitrag zu TruCal herunter, um mehr über diese bahnbrechende Technologie zu erfahren.

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