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Warum die Kalibrierung ortsfester Gasdetektoren entscheidend für die Sicherheit ist

Ortsfeste Gasdetektoren spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz von Menschen, Orten und des Planeten vor potenziell lebensbedrohlichen Gasen. Dabei reichen die zu schützenden Umgebungen von hochmodernen Industrieanlagen bis hin zu Labors und gefährlichen beengten Räumen. Allerdings kann die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Detektoren nur bei regelmäßiger Kalibrierung gewährleistet werden.

Die Kalibrierung erfolgt in der Regel in zwei Schritten – dem Nullabgleich und der Prüfgaskalibrierung. Im ersten Schritt wird der Nullpunkt des Sensors mit der Umgebungsluft oder mit einem geeigneten Gas aus einer Flasche abgeglichen, das nachweislich kein Zielgas enthält. Der zweite Schritt besteht darin, das Gerät dem Prüfgas auszusetzen, das eine bekannte Konzentration des vom Sensor zu messenden Zielgases enthält. Die Anzeigewerte werden dann so eingestellt, dass sie mit diesen Werten übereinstimmen.

Ob ein Gerät zum richtigen Zeitpunkt warnt und/oder einen Alarm auslöst, hängt von seiner Fähigkeit ab, die ermittelte Konzentration eines Zielgases in einen genauen Messwert umzusetzen.

Bei der Kalibrierung führen Gasdetektoren vergleichende Messungen durch. Statt der tatsächlich vorhandenen Gasmenge messen sie die Konzentration des Zielgases in einem Prüfgasgemisch, indem sie die Reaktion des Sensors in Echtzeit mit seiner Reaktion auf eine bekannte Konzentration des Zielgases vergleichen, für deren Detektion und Messung das Gerät konfiguriert ist. Dieses Prüfgas mit „bekannter Konzentration“ dient als Messskala oder Referenzpunkt des Geräts.

Warum ist das wichtig? Hier einige Gründe, die es hierbei zu berücksichtigen gilt:

1. Notwendige Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Gasmessung

Ein Gasmessgerät, das nicht genau kalibriert ist, kann zu falschen Messwerten, Fehlalarmen und unzureichender Reaktion auf gefährliche Situationen führen. Die richtige Kalibrierung dient der Feinabstimmung der Sensoren des Detektors, um die Reaktionsgeschwindigkeit und die Messgenauigkeit zu maximieren und dem Personal verlässliche Informationen bereitzustellen, damit es in kritischen Momenten fundierte Entscheidungen treffen kann.

2. Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Sicherheitsvorschriften und -normen gibt es aus gutem Grund. Sie sollen Menschen, Eigentum und die Umwelt vor potenziellen Gefahren schützen. Viele Branchen unterliegen diesen Vorschriften, die die Kalibrierung und Wartung von Gasdetektoren regeln.

3. Vermeidung von Fehlalarmen und Detektionsfehlern

Ein unzureichend kalibrierter Gasdetektor kann unnötige Evakuierungen, Betriebsunterbrechungen und – aufgrund zu häufiger Fehlalarme – Nachlässigkeit zur Folge haben. Umgekehrt kann eine unsachgemäße Kalibrierung dazu führen, dass ein Detektor nicht mehr auf gefährliche Gaskonzentrationen reagiert, wodurch Menschen und Arbeitsabläufe Schaden nehmen können.

4. Einbeziehung sich ändernder Umweltbedingungen

Schwankungen der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und des atmosphärischen Drucks können diese Instrumente in ihrer Leistung beeinträchtigen. Regelmäßiges Kalibrieren gleicht diese Unwägbarkeiten aus und stellt sicher, dass der Sensor auch unter veränderten Umgebungsbedingungen seine Genauigkeit bewahrt.

5. Vorgehen gegen Sensordrift und Verschleiß

Wie bei jedem elektronischen oder mechanischen Bauteil kann es auch an Gassensoren im Laufe der Zeit zu Signaldrift oder Sensorverschleiß kommen. Wenn die aktuellen Messwerte des Detektors von der bekannten Referenz abweichen, sorgt eine ordnungsgemäße Kalibrierung für die notwendige Optimierung der Sensorleistung. Sie passen das Ansprechverhalten des Sensors wieder an den ursprünglichen Referenzwert an und minimieren die Auswirkungen der Sensordrift.

6. Aufzeichnungspflichten und Gewährleistung

Angesichts des gestiegenen Haftungsrisikos ist es ratsam, über die Kalibrierung von Gasdetektoren sorgfältig Buch zu führen. Damit lässt sich ein angemessener Umgang mit Fragen der Sicherheit nachweisen, was sich gerade im Falle eines Zwischenfalls oder Unfalls als wertvolle Ressource erweisen kann. Ein sauber geführter Kalibriernachweis kann unter Umständen die rechtliche Haftung mindern und die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens stärken.

7. Steigerung des Vertrauens in Sicherheitssysteme

Ein exakt kalibrierter Gasdetektor ist nicht nur ein Gerät, sondern auch ein Beleg, dass ein Unternehmen das Thema Sicherheit ernst nimmt. Regelmäßige Kalibrierung schafft bei Mitarbeitenden und Führungskräften das Vertrauen, dass die Sicherheitssysteme in optimalem Zustand sind und in Notfällen genaue Informationen und rechtzeitige Warnungen liefern können.

 

Fazit

Routinemäßige Kalibrierung sorgt für präzise Messungen, die Einhaltung von Vorschriften und den zuverlässigen Schutz vor gefährlichen Gasen. Die Sicherheit vor Ort und die Verfügbarkeit der Instrumente werden so maximiert und Fehlalarme können vermieden werden. In einer Welt, in der Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist, sagt der einfache Schritt der Kalibrierung viel darüber aus, wie ernst einem Unternehmen das Wohlergehen seiner Mitarbeitenden und der Umwelt ist.

 

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